Schwangerschaftsstreifen entfernen: Was wirklich hilft
Wer Schwangerschaftsstreifen entfernen möchte, sollte wissen: Vollständig verschwinden die sogenannten Striae gravidarum in der Regel nicht. Mit der Zeit werden die Streifen meist heller und weniger sichtbar. Außerdem kann regelmäßige Pflege helfen, die Haut geschmeidig zu halten. Wir erklären, was dahintersteckt und wie Du Schwangerschaftsstreifen vorbeugen kannst.
Inhaltsverzeichnis
- 01 Was sind Schwangerschaftsstreifen?
- 02 Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen – und ab wann?
- 03 Lassen sich Schwangerschaftsstreifen entfernen?
- 04 Wie kannst Du Schwangerschaftsstreifen vorbeugen?
- Fazit: Schwangerschaftsstreifen verblassen mit der Zeit
- FAQ: Häufige Fragen zu Schwangerschaftsstreifen
Alles Wichtige zu Schwangerschaftsstreifen im Überblick
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Ganz entfernen lassen sich Schwangerschaftsstreifen nicht: Mit der Zeit werden sie meist heller und weniger sichtbar.
- Vorbeugen ist nur begrenzt möglich: Regelmäßiges Eincremen und sanftes Massieren halten die Haut geschmeidig.
- Auch die Veranlagung spielt eine Rolle: Wie stark sich Schwangerschaftsstreifen entwickeln, ist bei jeder Frau unterschiedlich.
Was sind Schwangerschaftsstreifen?
Schwangerschaftsstreifen, auch Dehnungsstreifen oder medizinisch „Striae gravidarum“ genannt, sind eine Form von Narbengewebe. Sie zeigen sich als feine, streifenförmige Veränderungen der Haut, die durch Risse im Bindegewebe entstanden sind. Dabei reißen die Kollagen- und Elastinfasern in der Dermis, was die charakteristischen Linien und Streifen hinterlässt.1
Wo treten Schwangerschaftsstreifen auf?
Schwangerschaftsstreifen entstehen überall dort, wo Deine Haut während der Schwangerschaft stark gedehnt wird. Ganz typisch sind Schwangerschaftsstreifen am Bauch, besonders zum Ende der Schwangerschaft. Aber auch die Brüste, die Oberschenkel und die Hüfte können betroffen sein. Seltener sind dagegen Schwangerschaftsstreifen am Po und an den Oberarmen zu finden.
Können sich Schwangerschaftsstreifen verändern?
Schwangerschaftsstreifen verändern mit der Zeit ihr Aussehen. Typisch sind zwei Phasen:
- Striae rubrae: Frische Streifen erscheinen meist rötlich bis violett.
- Striae albae: Mit der Zeit werden sie heller und können weißlich oder silbrig wirken.2
Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen – und ab wann?
Schwangerschaftsstreifen zeigen sich meist im späten zweiten bis frühen dritten Trimester – häufig also ab dem 6. oder 7. Schwangerschaftsmonat.3 Wann und wie stark sie entstehen, ist jedoch individuell. Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen:
- Dehnung: Der wachsende Babybauch beansprucht das Bindegewebe zunehmend.
- Veranlagung: Dein genetisches Erbe spielt eine wichtige Rolle. Wenn Deine Mutter oder andere Verwandte schon Dehnungsstreifen hatten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du ebenfalls betroffen sein wirst.
- Hormone: Zudem können die starken hormonellen Schwankungen während der Schwangerschaft das Bindegewebe schwächen – insbesondere das Hormon Östrogen. Es kann Einfluss auf die Kollagenproduktion nehmen und Dein Bindegewebe anfälliger für Risse machen.4
Lassen sich Schwangerschaftsstreifen entfernen?
Eine vollständige Entfernung von Schwangerschaftsstreifen ist nicht möglich: Striae gravidarum sind narbenähnliche Veränderungen der Haut, die mit der Zeit meist heller werden, aber langfristig bestehen bleiben. Auch für Cremes und Öle gibt es keinen hochwertigen Nachweis, dass sie Schwangerschaftsstreifen sicher verhindern.
- Das kann Pflege: Feuchtigkeit spenden und die Haut geschmeidig halten.
- Das kann Pflege nicht: bestehende Streifen entfernen oder Deine Veranlagung verändern.
- Dermatologische Verfahren: Laser und Microneedling können das Erscheinungsbild verbessern, lassen die Streifen aber nicht zuverlässig verschwinden. 5
Wie kannst Du Schwangerschaftsstreifen vorbeugen?
Ganz verhindern lassen sich Schwangerschaftsstreifen nicht. Wenn Du aber Schwangerschaftsstreifen vorbeugen möchtest, können regelmäßige Pflege und sanfte Massagen Deine Haut dabei unterstützen:
- Zusätzliche Hautpflege-Rituale: Trockenbürsten, Zupfmassagen6 und Wechselduschen verbessern die Blutzirkulation und stärken das Bindegewebe.
- Ausgewogene Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann Nährstoffe liefern, die der Körper für die normale Kollagenbildung benötigt. Besprich Fragen zu Deiner Ernährung in der Schwangerschaft aber bitte immer mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.
- Flüssigkeitszufuhr: Trinke mindestens 2 bis 3 Liter am Tag, um Deine Haut von innen heraus zu hydratisieren.
Wie findest Du die richtige Creme für Schwangerschaftsstreifen?
Eine gute Creme für Schwangerschaftsstreifen enthält eine Kombination aus feuchtigkeitsspendenden, beruhigenden und hautstärkenden Inhaltsstoffen sowie eine sanfte und gegebenenfalls aufhellende Formulierung. Am besten beginnst Du schon im ersten Trimester damit, täglich Lotionen, Cremes oder Öle in Deine Pflegeroutine einzubauen. Auch bei Mixa haben wir ein paar Cremes im Portfolio, die Dich hierbei unterstützen können:
- Feuchtigkeit: Glycerin bindet Wasser in der Haut und hydratisiert Deine Haut. Die Intensiv Straffend Body Lotion enthält 9 % Glycerin und stärkt die Elastizität und Spannkraft Deiner Haut.
- Nährende Lipide: Sheabutter hält die Haut geschmeidig. Mit der Shea Ultra Soft Body Milk wird vor allem trockene Haut intensiv gepflegt.
- Öl am Abend: Das Stretch Mark Oil mit 30 % Omega 6 und 9 mildert das Erscheinungsbild und den Juckreiz von Dehnungsstreifen.
- Bei Spannen und Juckreiz: Dann hilft eine beruhigende Bodylotion. Die Panthenol Comfort Sofort-Pflegecreme mit Panthenol oder die Urea Cica Repair+ Body Milk pflegen trockene, gespannte Haut und unterstützen die Hautschutzbarriere.
- Aufhellend: Die Niacinamid Bright Body Lotion mit 4 % Sheabutter, Niacinamid und Vitamin C fördert eine ebenmäßigere und strahlendere Haut.
Fazit: Schwangerschaftsstreifen verblassen mit der Zeit
Schwangerschaftsstreifen sind in der Schwangerschaft normal und entwickeln sich bei vielen Frauen. Nach der Geburt verblassen sie meist nach und nach und werden heller. Vollständig entfernen lassen sie sich nicht – regelmäßiges Eincremen und sanfte Massagen können die Haut aber geschmeidig halten. So steht nicht das Verschwinden der Streifen im Mittelpunkt, sondern eine Pflege, die Deine Haut angenehm begleitet.
FAQ: Häufige Fragen zu Schwangerschaftsstreifen
Ist es möglich, Schwangerschaftsstreifen vollständig zu vermeiden?
Nein, Schwangerschaftsstreifen lassen sich nicht sicher verhindern. Wie stark sie entstehen, hängt unter anderem von Deiner Veranlagung, hormonellen Veränderungen und der Dehnung der Haut ab. Regelmäßige Pflege kann Deine Haut aber geschmeidig halten.
Gehen Schwangerschaftsstreifen wieder weg?
Ganz verschwinden Schwangerschaftsstreifen meist nicht. Mit der Zeit verblassen sie jedoch: Aus zunächst rötlichen oder violetten Streifen werden nach und nach deutlich hellere, weniger auffällige Linien.
Wie fangen Schwangerschaftsstreifen an?
Am Anfang zeigen sich Schwangerschaftsstreifen meist als feine rötliche bis violette Linien. Gerade wenn sich die Haut stark dehnt, kann sie sich zusätzlich gespannt anfühlen oder jucken.
Welche Produkte helfen bei Schwangerschaftsstreifen?
Cremes und Öle können Schwangerschaftsstreifen nicht entfernen, pflegen die Haut aber intensiv und halten sie geschmeidig. Eine passende Ergänzung für Deine Pflegeroutine ist zum Beispiel das Stretch Mark Oil.
Quellen
[1] Farahnik, B., Park, K., Kroumpouzos, G., & Murase, J. 2017. Striae gravidarum: Risk factors, prevention, and management. URL:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5440454/
[2] Wollina, U., & Goldman, A. 2017. Management of stretch marks (with a focus on striae rubrae). URL:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5782435/
[3] Osman, H., Rubeiz, N., Tamim, H., & Nassar, A. H. 2007. Risk factors for the development of striae gravidarum. URL:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1913631/
[4] Cordeiro, R. C. T., Zecchin, K. G., & de Moraes, A. M. 2010. Expression of estrogen, androgen, and glucocorticoid receptors in recent striae distensae. URL:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20465607/
[5] Korgavkar, K., & Wang, F. 2015. Stretch marks during pregnancy: A review of topical prevention. URL:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25255817/