Melasma: Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und UV-Schutz im Alltag

Bräunliche, meist symmetrische Flecken im Gesicht sind typisch für Melasma. Erfahre, welche Rolle UV-Strahlung und Hormone spielen und wie konsequenter Sonnenschutz, die richtige Pflege und gezielte Behandlungen das Erscheinungsbild verbessern können.

Nahaufnahme einer Frau mit Melasma, die sich das Gesicht berührt
Veröffentlicht: 01.08.2026

Inhaltsverzeichnis

Alles Wichtige zum Thema Melasma im Überblick

Du möchtest die wichtigsten Infos zu Melasma auf einen Blick? Hier findest Du alles kompakt zusammengefasst:

  • ✓  Definition und Ursachen: Melasma ist eine gutartige Pigmentstörung, die sich meist durch bräunliche, symmetrische Flecken im Gesicht zeigt. UV-Strahlung, hormonelle Einflüsse und genetische Veranlagung zählen zu den wichtigsten Ursachen.
  • ✓  UV-Schutz: Täglicher Sonnenschutz ist unverzichtbar – auch im Winter und bei bewölktem Himmel.
  • ✓  Niacinamid: Der Wirkstoff kann die Übertragung von Melanin in die Hautzellen verlangsamen und einen gleichmäßiger erscheinenden Hautton unterstützen.
  • ✓  Geduld: Sichtbare Veränderungen brauchen Zeit. Bei konsequenter Pflege und geeigneten Wirkstoffen zeigen sich typischerweise nach 8 bis 12 Wochen erste Verbesserungen des Erscheinungsbilds.

Was ist Melasma und wie erkennst Du es?

Melasma ist eine erworbene Pigmentstörung, bei der sich in bestimmten Hautbereichen vermehrt Melanin einlagert. Dadurch entstehen sichtbare Verfärbungen, die vor allem im Gesicht auftreten und meist harmlos sind.1

 

Nahaufnahme einer von Melasma betroffenen Hautstelle im Gesicht einer Frau

 

Was bedeutet Melasma – und ist Chloasma dasselbe?

Melasma bezeichnet eine fleckige Überpigmentierung der Haut. Chloasma ist ein älterer Begriff, der heute weitgehend synonym verwendet wird. Tritt die Pigmentstörung während einer Schwangerschaft auf, spricht man häufig von der sogenannten Schwangerschaftsmaske.2 Melasmen und Chloasmen sind jeweils die Pluralformen dieser Bezeichnungen. Inhaltlich beschreiben beide Begriffe aber dasselbe Hautbild.

 

Wie sehen die Flecken bei Melasma aus?

Typisch für Melasma sind flache, hell- bis dunkelbraune Flecken mit weichen, unregelmäßigen Rändern. Anders als einzelne Pigmentpunkte bilden sie oft größere, zusammenhängende Flächen.3 Meist erscheinen die Verfärbungen auf beiden Gesichtshälften ähnlich und wirken dadurch nahezu spiegelbildlich. Ihre Intensität kann je nach Sonneneinstrahlung variieren. Bei Tageslicht fallen sie oft stärker auf.

 

Wo tritt Melasma im Gesicht besonders häufig auf?

Melasma zeigt sich vor allem an Bereichen, die regelmäßig dem Tageslicht ausgesetzt sind. Je nach Verteilung können einzelne Zonen oder mehrere Gesichtspartien gleichzeitig betroffen sein. Häufig sichtbar wird es an:

  • ●  Wangen und Jochbeinbereich
  • ●  Stirn
  • ●  Oberlippe
  • ●  Nase und Nasenrücken
  • ●  Kinn oder Kieferlinie

 

Nahaufnahme zweier Gesichtszustände: Eine mit auffälligen Poren und Melasma, die andere mit ebenmäßiger Haut

 

Welche Ursachen hat Melasma?

Melasma entsteht meist nicht durch einen einzelnen Auslöser. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Licht, hormonellen Einflüssen und genetischer Veranlagung. Auch entzündliche Hautreizungen können die Pigmentbildung zusätzlich fördern. Welche Faktoren im Einzelfall überwiegen, ist unterschiedlich.

 

Melasma-Ursachen: Welche Faktoren wirken zusammen?

Die wichtigsten Einflussfaktoren lassen sich in vier Gruppen einteilen:

  • ●  UV-Strahlung: Sonnenlicht gehört zu den am besten belegten Triggern. UVB-Strahlung (Ultraviolett-B-Strahlung) wirkt stärker oberflächlich, während UVA-Strahlung (Ultraviolett-A-Strahlung) tiefer in die Haut eindringt. Beide können die Melaninbildung anregen und bestehende Flecken verdunkeln. Deshalb fällt Melasma im Sommer häufig stärker auf.4
  • ●  Hormone: Schwangerschaft, hormonelle Verhütung oder eine Hormontherapie können das Auftreten begünstigen. Nicht jede hormonelle Veränderung führt jedoch automatisch zu Melasma.5
  • ●  Genetik und Hauttyp: Eine familiäre Veranlagung erhöht das Risiko. Zudem tritt Melasma häufiger bei mittleren bis dunkleren Hauttypen auf.6
  • ●  Hautreizungen: Aggressive Peelings, ungeeignete Wirkstoffkombinationen oder ästhetische Behandlungen können Entzündungen auslösen und Pigmentierungen verschlechtern. Hitze wird ebenfalls als möglicher Verstärker diskutiert, ist jedoch weniger eindeutig belegt als UV-Strahlung.

 

Melasma und Schilddrüse: Gibt es einen Zusammenhang?

Studien zeigen, dass Schilddrüsenveränderungen und bestimmte Schilddrüsenantikörper bei Menschen mit Melasma häufiger vorkommen können.7 Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass eine Schilddrüsenerkrankung Melasma verursacht. Eine routinemäßige Untersuchung ist bei einem typischen Hautbild daher nicht erforderlich. Bestehen bereits eine Schilddrüsenerkrankung oder zusätzliche Beschwerden, solltest Du den möglichen Zusammenhang ärztlich abklären lassen.

 

Ist Melasma gefährlich?

Melasmen sind nicht gefährlich. Sie sind lediglich eine gutartige Pigmentstörung ohne Entartungsrisiko. Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine dermatologische Abklärung sinnvoll ist. Andere Pigmentläsionen können nämlich ähnlich aussehen, zum Beispiel Lentigines, also Altersflecken, oder postinflammatorische Hyperpigmentierung.

Lass die Flecken abklären, wenn:

  • ●  ein Fleck schnell wächst oder asymmetrisch wird
  • ●  die Begrenzung sehr unregelmäßig, ausgefranst oder gezackt ist
  • ●  sich die Farbe verändert, beispielsweise schwärzlich oder rötlich-entzündet
  • ●  Juckreiz, Brennen oder Blutung auftreten
  • ●  ein Fleck einseitig und neu entstanden ist

 

Was hilft gegen Melasma?

Melasma lässt sich nicht vollständig entfernen, doch Du kannst sein Erscheinungsbild verbessern. Entscheidend ist eine langfristige und verlässliche Routine, die zu Deiner Haut passt und sich in Deinen Alltag integrieren lässt.

 

Eine Frau trägt mit den Fingern creme im Gesicht auf, während sie mit geschlossenen Augen den Kopf zur Seite neigt

 

1. Schützen: Was tun bei Melasma im Sommer?

Gerade im Sommer lohnt es sich, Deinen Hautschutz zu planen:

  • ●  Trage täglich ausreichend Breitband-Sonnenschutz mit LSF 50 (Lichtschutzfaktor) auf und erneuere ihn regelmäßig – auch bei Wolken.
  • ●  Meide die Mittagssonne und ergänze den Schutz durch Schatten, Hut und Sonnenbrille.
  • ●  Nach dem Schwitzen solltest Du Deine Haut sanft reinigen und nicht rubbeln.

Übrigens: Für empfindliche Haut gilt der UV-Schutz noch mehr, da eine geschwächte Hautbarriere Pigmentreaktionen verstärkt. Für trockene Haut sind rückfettende Sonnencremes empfehlenswert, die Schutz und Pflege verbinden.

 

2. Pflegen: Welche Creme hilft bei Melasma?

Eine gute Pflegeroutine setzt auf verträgliche Inhaltsstoffe statt auf schnelle Lösungen:

  • ●  Niacinamid kann einen ungleichmäßigen Hautton mildern und die Hautbarriere unterstützen.
  • ●  Vitamin C und Vitamin E wirken antioxidativ und können so die Sichtbarkeit von dunklen Flecken mildern.
  • ●  Sheabutter liefert Lipide und ergänzt eine sanfte Pflegebasis.

Wenn Du Melasma mit Hausmitteln entfernen möchtest, solltest Du lieber vorsichtig sein. Zitronensaft, Essig und aggressive Peelings können die Hautbarriere reizen und entzündungsbedingte Pigmentierungen begünstigen. Dadurch können die Flecken dunkler statt heller erscheinen.

 

3. Dranbleiben: Wie lange dauert die Melasma-Behandlung?

Bei Melasma lohnt es sich, geduldig zu bleiben und Deine Routine konsequent beizubehalten:

  • ●  Zeit geben: Erste sichtbare Veränderungen zeigen sich häufig nach acht bis zwölf Wochen regelmäßiger Pflege.
  • ●  UV-Schutz beibehalten: Auch wenn die Flecken heller werden, kann erneute UV-Exposition die Pigmentbildung wieder anregen.
  • ●  Unterstützung holen: Bei stark ausgeprägten, neuen oder auffälligen Flecken ist eine dermatologische Beratung sinnvoll.

 

Deine Routine mit Mixa im Alltag

Eine passende Routine bei Melasma muss nicht kompliziert sein. Wenige, gut verträgliche Schritte helfen Dir, Pflege und UV-Schutz konsequent in Deinen Alltag einzubauen.

 

Gesicht: Wie sieht die Routine morgens und abends aus?

Die Gesichtspflege gegen Melasma ist unkompliziert und benötigt wenig Zeit im Alltag:

 

Eine Frau mit Melasma im Gesicht trägt Lächelnd eine Creme auf.

 

Körper: Was hilft gegen Melasmen an Armen & Co?

Pigmentflecken beschränken sich nicht immer aufs Gesicht – Schultern, Dekolleté und Arme sind häufig mitbetroffen.

 

Fazit: Das hilft gegen Melasma

Melasma ist eine gutartige Pigmentstörung, die durch UV-Strahlung, Hormone und genetische Veranlagung begünstigt wird. Mit täglichem Sonnenschutz, gut verträglichen Wirkstoffen wie Niacinamid oder Vitamin C und etwas Geduld kannst Du das Erscheinungsbild Deiner Haut Schritt für Schritt verbessern und sie langfristig gezielt unterstützen.

 

 

 

FAQ: Häufige Fragen zu Melasma

 

Was ist Melasma – und wie erkenne ich es im Gesicht?

Melasma ist eine erworbene Pigmentstörung, bei der Melanozyten lokal überdurchschnittlich viel Melanin produzieren. Im Gesicht zeigt es sich als hell- bis dunkelbraune, meist symmetrische Flecken auf Wangen, Stirn oder Oberlippe, die unscharf begrenzt und oft nach Sonnenexposition intensiver sind.

Ist Melasma gefährlich?

Nein, Melasma ist eine gutartige Pigmentstörung ohne Entartungsrisiko. Wenn Du jedoch neue, schnell wachsende oder asymmetrische Pigmentveränderungen bemerkst, solltest Du diese dermatologisch abklären lassen.

Was hilft gegen Melasma?

Die wirksamste Maßnahme ist täglicher Sonnenschutz mit LSF 50. Ergänzend können Wirkstoffe wie Niacinamid, Vitamin C und Vitamin E den Hautton über mehrere Wochen gleichmäßiger erscheinen lassen.

Kann man Melasma entfernen – oder kommt es wieder?

Melasma lässt sich im Erscheinungsbild deutlich verbessern, aber nicht immer dauerhaft beseitigen. Da UV-Strahlung ein konstanter Trigger ist, können Flecken nach erneuter Sonnenexposition zurückkehren.

Was tun bei Melasma im Sommer, damit es nicht dunkler wird?

Trage täglich einen Breitband-Sonnenschutz mit LSF 50 auf und erneuere ihn alle zwei Stunden. Meide die Mittagssonne, trage einen Hut und reinige Deine Haut nach dem Schwitzen sanft.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Pille und dem Auftreten von Melasma?

Ja, hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille können das Auftreten von Melasma begünstigen. Östrogen und Progesteron beeinflussen die Melaninsynthese und können die Melanozyten sensitiver für UV-Strahlung machen.

Welche Rolle spielt UV-Strahlung bei der Entstehung von Melasma-Flecken?

UV-Strahlung ist der stärkste bekannte Trigger bei Melasma. UVA-Strahlen stimulieren die Melanozyten direkt zur Melaninproduktion. Täglicher Sonnenschutz ist daher keine Sommersache, sondern eine Jahres-Routine.

Wie kann man Melasma vorbeugen?

Die effektivste Vorbeugung ist konsequenter UV-Schutz jeden Tag, nicht nur bei Sonne. Ergänzend helfen eine hautbarrierestärkende Pflege und das Vermeiden bekannter Trigger wie aggressiver Peelings.

 

 

Quellen:

Ogbechie-Godec, O. A., & Elbuluk, N. (2017). Melasma: an Up-to-Date Comprehensive Review. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5574745/

Bolanca, I., Bolanca, Z., Kuna, K., Vuković, A., Tuckar, N., Herman, R., & Grubisić, G. (2008). Chloasma--the mask of pregnancy. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19140277/

Sathe, N. C., & Launico, M. V. (2026). Melasma. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459271/

Passeron, T., & Picardo, M. (2018). Melasma, a photoaging disorder. URL: https://doi.org/10.1111/pcmr.12684

Handel, A. C., Miot, L. D. B., & Miot, H. A. (2014). Melasma: a clinical and epidemiological review. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4155956/

Achar, A., & Rathi, S. K. (2011). MELASMA: A CLINICO-EPIDEMIOLOGICAL STUDY OF 312 CASES. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3178998/

Kheradmand, M., Afshari, M., Damiani, G., Abediankenari, S., & Moosazadeh, M. (2019). Melasma and thyroid disorders: a systematic review and meta-analysis. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31149743/